Unsere Geschichte

2. Juli 2025

Gedenken an Dr. Dr. Peter Spary

Vizepräsident und Hauptstadtrepräsentant der Deutsch- Jordanischen Gesellschaft

Helmut Henseler, Ehrenpräsident der DJG

Dr. Peter Spary war mit der Deutsch- Jordanischen Gesellschaft (DJG) seit beinahe 25 Jahren aufs Engste verbunden. Im Jahre 2001 hatte ich als damaliger Vizepräsident mit ihm Kontakt in Berlin aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war er gerade im Ablöseprozess vom Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels, dessen Hauptgeschäftsführer er damals war. Er zeigte sich interessiert, ein Netzwerk zu bilateralen Freundschaftsgesellschaften aufzubauen, zu denen die DJG als älteste binationale Gesellschaft zu einem arabischen Land seit 1963 erfolgreich gehörte.

Die Gelegenheit zu einem ersten Kontakt zu unserem Partnerland hatte er bereits einige Wochen später, da er ziemlich spontan entschied, sich einer schon länger geplanten Delegationsreise im November 2001 nach Jordanien anzuschließen, die trotz der verheerenden Anschläge von 9/11 in New York nicht abgesagt worden war.

Er hat mir später anvertraut, dass er damals sehr angetan war von „Land und Leuten“, von der Verfasstheit des Landes durch die „Good Governance“ von König Abdullah II, aber insbesondere auch von den hochrangigen Kontakten, die wir im Land hatten und die wir während dieser etwa einwöchiger Reise nutzen konnten. Höhepunkt der Reise war eine Audienz beim auch hier in Deutschland sehr bekannten und geschätzten Prinz Hassan bin Talal. Teilnehmer dieser Reise waren fast das gesamte Präsidium einschließlich des damaligen Ehrenpräsidenten, dem Grandseigneur und Gründer der Gesellschaft Honorarkonsul Kurt Uihlein aus Hannover.

Nach diesem sehr ertragreichen Delegationsbesuch ist uns Dr. Peter Spary bis zum heutigen Tag als sehr aktives Präsidiumsmitglied – zunächst als Vizepräsident und später auch als Hauptstadtbeauftragter - erhalten geblieben, also ein Vierteljahrhundert.

Als unser Repräsentant in Berlin war er für uns unverzichtbar, da in den Bonner Jahren der Republik die Gesellschaft eher in Hannover ihre Wurzeln hatte. Unzählige Male hat er in der Zeit meiner Präsidentschaft in den Jahren 2002 bis 2012 auf den jährlichen Fachtagungen und Mitgliederversammlungen als Referent und/oder als Moderator auf seine unvergleichliche Art und Weise mitgewirkt.

Weiterhin hat er mindestens 6 Jahre von seinem Berliner Büro in der Wilhelmstrasse aus das Amt des Geschäftsführenden Vorstandsmitglieds wahrgenommen und mit großer Sorgfalt und Verantwortung ausgeübt.

Eine weitere bis heute bestehende Institution haben wir ihm zu verdanken: Die Implementierung und Koordinierung unseres politisch-parlamentarischen Beirats in Berlin. Bei dieser ca. 2-3mal jährlich stattfindenden Veranstaltung gelingt es uns, die Freunde Jordaniens in Berlin zusammenzuführen, sei es aus den Kreisen der Abgeordneten, der Parteien oder der jeweiligen Fachbeamten in den unterschiedlichen Ressorts. Auch den jeweiligen jordanischen Botschafter sowie weitere mit dem Land eng liierte Fachleute konnten wir hierfür gewinnen. Dieses Format hat durch Dr. Peter Spary enorm profitiert, auch weil er uns an seinem nahezu unerschöpflichen Netzwerk in Berlin hat teilhaben lassen.

Seine Lobby-Aktivitäten in Berlin zugunsten anderer bilateraler Gesellschaften und Verbände hat er in den letzten Jahren etwas zurückgefahren. An unseren Bemühungen zugunsten Jordaniens hat er jedoch in jüngster Zeit – auch nach den schwierigen Corona-Jahren – unvermindert, teilweise sogar verstärkt in enorm engagierter Art und Weise teilgenommen. Zuletzt noch an unserem 60jährigen Jubiläum in Hannover im November 2023.

Mit tiefem Respekt und großer Dankbarkeit verneigen wir uns vor Dr. Peter Spary und seinem Lebenswerk. Das Präsidium, die Vizepräsidenten und die Mitglieder der Gesellschaft werden dieses Lebenswerk als Vermächtnis begreifen und die deutsch-jordanische Freundschaft pflegen, stabilisieren und den Brückenbau in seinem Sinne aktiv und kraftvoll fortführen.

Sein Charisma, sein Intellekt und sein Humor bleiben unvergessen. In Treue und Dankbarkeit nehmen wir Abschied. Viele von uns haben auch einen liebenswerten und geachteten Freund verloren.