50 Jahre
Deutsches Evangelisches Institut für Altertumswissenschaft
im Heiligen Land in Amman

Prof. Dr. Jutta Häser und Prof. Dr. Dieter Vieweger erläutern die Archivierung im Museum auf der Zitadelle

Prof. Dr. Katharina Schmidt präsentiert die Ausgrabungen auf der Zitadelle

DJG-Vertretung Britta Kähler und Andreas Stechbart vor dem Eingang zur Umayaden-Moschee
Als Vertreterin und Vertreter der DJG waren Britta Kähler und Andreas Stechbart zum Festakt eingeladen. Er fand an einem bedeutungsvollen Ort, der Halle des Umayaden Palastes auf der Zitadelle von Amman statt.
Seit 50 Jahren leistet das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEIAHL) mit seiner Zweigstelle in Amman einen wichtigen Beitrag zur Erforschung und Bewahrung des kulturellen Erbes Jordaniens.
Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen archäologische Ausgrabungen, die wissenschaftliche Dokumentation historischer Fundstätten sowie die Ausbildung und Zusammenarbeit mit jordanischen Fachleuten. Zu den bedeutenden Projekten gehören die Erforschung der antiken Siedlung Gadara (Umm Qais), die Dokumentation archäologischer Sammlungen jordanischer Museen und die Erforschung eisenzeitlicher Überreste auf der Zitadelle von Amman.
Das Institut verbindet wissenschaftliche Forschung mit dem Schutz des kulturellen Erbes und ist damit seit Jahrzehnten ein wichtiger Partner im deutsch-jordanischen Wissenschaftsaustausch.
Vor dem eigentlichen Festakt hatten die Besucher die Gelegenheit in drei kurzen Exkursionen das Museum auf der Zitadelle, den Umayaden Palast und die aktuelle Ausgrabungsstätte zu besuchen.
Prof. Dr. Jutta Häser erläuterte im Museum das mehrjährige Projekt des DEIAHL, die archäologischen Funde zu katalogisieren und sicher und geordnet aufzubewahren. Prof. Dr. Ignacio Arce (GJU) sprach am Umayaden Palast über das Islamische Stadtkonzept von Moschee, Markt und Palast. Prof. Dr. Katharina Schmidt vom Deutschen Archäologischen Institut (DAI) präsentierte die Ausgrabungen, die Bauten aus der der eisenzeitlichen Periode des ammonitischen Königreichs. Es könnte sich um einen Königspalast aus dieser Zeit handeln.
Alle Projekte fanden und finden gemeinsam mit dem jordanischen Department of Antiquities statt.
Im anschließenden Festakt begrüßte die Leiterin des Instituts in Amman, Dr. Brita Jansen, Ihre Königlichen Hoheiten Prinzessin Dana Firas und Prinzessin Sumaya bint El Hassan, beide in verschiedenen Funktionen Unterstützerinnen der archäologischen Vorhaben.
Verschiedene Rednerinnen und Redner sprachen im weiteren Verlauf über Projekte, Erinnerungen und verschiedene Ebenen der Zusammenarbeit während der letzten 50 Jahre.
Der deutsche Botschafter Dr. Bertram von Moltke machte anhand einiger Eindrücke aus Besuchen archäologischer Stätten in Begleitung des DEIAH deutlich, wie wichtig die Arbeit des Instituts für die Erschließung und Präsentation historischer Ausgrabungen in Jordanien sei.
Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Sumaye bint El Hassan betonte, wie bedeutsam diese archäologischen Projekte seien und wie sehr sie die gute Zusammenarbeit zwischen Jordanien und Deutschland aufzeigten.

Die Leiterin des Instituts, Dr. Brita Jansen, begrüßte die Anwesenden, führte durch den Ablauf und erläuterte die Arbeit des DEIAH.

Dr. Brita Jansen überreicht IKH Prinzessin Sumaye bint El Hassan ein Geschenk mit einem umayadischen Motiv.