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In Gedenken an Dr. Saleh Rusheidat
Am 2. Januar verstarb 80-jährig ein Freund der Deutsch-Jordanischen Gesellschaft
2. Januar 2026
Dr. Saleh Rusheidat, der einer angesehenen jordanischen Familie aus Irbid entstammte,
studierte in den 70er Jahren Bauingenieurwesen an der Universität Leipzig. Er bekleidete früh Ministerämter in Jordanien u.a. als Jugend-, Wasser, Tourismus- und zuletzt als Transportminister. Danach nahm er leitende Funktionen in jordanischen Unternehmen u.a. in der Arab Potash Company und in den Universitäten des Landes ein.
Noch bevor er in den Jahren 2003 bis 2005 das Amt des jordanischen Botschafters in Berlin ausübte gründete er im Sommer 2002 nach jordanischem Vereinsrecht zusammen mit Ghazi Musharbash die Jordanisch-Deutsche Freundschaftsgesellschaft in Amman.
Sie bestand aus hochrangigen jordanischen Persönlichkeiten, die alle einen persönlichen oder geschäftlichen Bezug zu Deutschland hatten. Die Ziele der Vereinigung, die in einer Satzung festgelegt waren, ähneln denen der DJG: Das Brückenbauen zwischen beiden Völkern.
Dr. Saleh Rusheidat gehörte zu den aktivsten Botschaftern des Haschemitischen Königreichs in Deutschland. In diesen Jahren hat er sehr engen Kontakt zur DJG gehalten mit seinem damaligen Präsidenten Michael Kubenz. Vertreter der DJG und des politisch-parlamentarischen Rates waren mehrfach Gast in seiner Berliner Residenz und in der Botschaft. Gleichzeitig fielen in diese Zeit so wichtige Ausstellungen wie die bedeutende Antiquitätenausstellung „Faces of he Orient“ in Berlin und Bonn sowie die Ausstellung „Bagdad- und Hedjazbahn“ in Nürnberg.
Nicht nur bei diesen Anlässen hat er als überaus eloquenter und würdevoller Vertreter des Haschemitischen Königreichs gewirkt. Nach seiner Rückkehr nach Amman waren seine Bemühungen zur Aufrechterhaltung der gegenseitigen Freundschaft weiterhin sehr stark. Jede Mitglieder- und Begegnungsreise der DJG nach Jordanien nahm er zum Anlass, entsprechende Treffen und Einladungen zu arrangieren. Insbesondere waren ihm die Pflege und Förderung des Jugendaustausches in den ersten Jahren ein großes Anliegen; viele Besuche in jordanischen Firmen und Institutionen wurden durch ihn ermöglicht. Im Jahre 2009 wurde Dr. Saleh Rusheidat vom König in das jordanische Oberhaus (Senat) berufen und hat sich auch dort als Sprecher einer Deutsch-Jordanischen Initiative hervorgetan. Schließlich war er offizieller Gastredner zur Festveranstaltung anlässlich des 50jährigen Gründungsjubiläums der DJG in Hannover. Dr. Saleh Rusheidat hat sich um die Deutsch-Jordanische Freundschaft sehr verdient gemacht. Wir als Deutsch-Jordanische Gesellschaft sind ihm zu großem Dank verpflichtet.

Dr. Saleh Rusheidat - verstorben 2. Januar 2026

Gastredner beim 50-jährigen Jubiläum der DJG