28. April 2026
NextGen GJU
Start der deutsch-jordanischen Initiative für politische Bildung und Jugendbeteiligung der Deutsch Jordanischen Universität (GJU)
Deutsch-Jordanische Gesellschaft (DJG) sichert Zusammenarbeit zu
Mit einer Veranstaltung startete die German Jordanian University (GJU) eine neue Initiative zur Modernisierung des politischen Systems in Jordanien durch die aktive und verantwortungsvolle Einbindung junger Menschen in das öffentliche Leben.
Die Auftaktveranstaltung fand unter der Schirmherrschaft von Nasima Al Fakheri, Mitglied des jordanischen Senats (zweite jordanische Parlamentskammer) statt.
Die Initiative zielt darauf ab, innerhalb des Dekanats für Studierendenangelegenheiten an der Deutsch Jordanischen Universität eine studierendenzentrierte Plattform zu etablieren, die politische Bildung stärkt, eine informierte bürgerschaftliche Teilhabe fördert und den strukturierten Dialog im Rahmen der deutschjordanischen Zusammenarbeit unterstützt. Sie befähigt Studierende, sich aktiv am öffentlichen Leben zu beteiligen, auf Grundlage eines vergleichenden Verständnisses demokratischer Systeme und mit der Fähigkeit, praxisorientierte Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln.
Die Initiatorin Da’ad Nazzal begrüßte alle Teilnehmenden und erläuterte die Ziele der NextGen-Initiative.
Senatorin Nasima Al Fakheri betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung der politischen Bildung und Teilnahme am politischen Leben junger Menschen für das Haschemitische Königreich Jordanien und dankte den Initiatoren von NextGenGJU.
An einer Podiumsdiskussion nahmen Veronika Ertl, Konrad-Adenauer-Stiftung, Jörg Dehnert, Friedrich-Naumann-Stiftung, Prof. Dr. Ralf Roßkopf und Dr. Bader Al Madi (beide GJU), sowie als Vertreter der Deutsch-Jordanischen Gesellschaft deren Geschäftsführer Andreas Stechbart teil.
Die DJG könne neben den direkten Kontakten zu politischen Parteien und Organisationen ihre vielfältigen zivilgesellschaftlichen Kontakte einbringen.
In anschließenden Gesprächen wurde vereinbart, weiter Schritte einer Zusammenarbeit zu definieren.
27. April 2026
Partnerschaften im Wassersektor:
Deutsches entwicklungspolitisches Engagement in Jordanien - Rahmenbedingungen und Herausforderungen
Online-Panel
Eine hochkarätiges und interessierte Teilnehmerschaft nahm an der Online-Auftaktveranstaltung zum DJG-Jahresthema "Wasser" teil.
Die Panelisten Marius Rauch, BMZ-Vertreter (Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) an der Botschaft in Amman, Nicolaus von Kalm, BMZ, Rebecca Bahls, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Dr. Dominique Blümer, KfW (Staatliche deutsche Förderbank) und Trevor Surridge, GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale
Zusammenarbeit) präsentierten das Engagement deutscher Institutionen im Bereich "Wasser" in Jordanien.
Hier lesen Sie einen Bericht ...

2026 DJG Jahresthema
WASSER...
Jordanien und seine Herausforderungen
zur nachhaltigen Versorgung
Veranstaltungsreihe
Die Deutsch-Jordanische Gesellschaft e. V. hat sich für das Jahr 2026 das Rahmenthema „Wasser“ vorgenommen. In diesem Rahmen werden wir im Laufe des Jahres mehrere Veranstaltungen online durchführen, über die wir mit dieser allgemeinen Ankündigung informieren möchten und zu denen wir hiermit herzlich einladen.
Sicher haben für viele, gerade die in der Region von den militärischen Auseinandersetzungen Betroffenen, Themen wie Wasserversorgung, Brunnenbau oder Abwassermanagement nicht die erste Priorität. Wir sind jedoch überzeugt, dass es auch jetzt wichtig ist, die Bedingungen zu beleuchten, die umwelt- und sozialpolitisch für Jordaniens Zukunft und für die Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der jordanischen Gesellschaft von grundlegender und langfristiger Bedeutung sind.
Spezielle Ankündigungen zu den Inhalten und den organisatorischen Angaben zu den einzelnen Veranstaltungen werden rechtzeitig veröffentlicht.
10. bis 15. Februar 2026
Brückenbauer im Nahen Osten:
Zwischenseminar für Freiwillige in Amman
Deutsch-Jordanischen Gesellschaft unterstützt Freiwilligeneinsatz in Jordanien
Vom 10. bis 15. Februar fand in Jordanien ein sechstägiges Zwischenseminar für junge Freiwillige statt, die ihren Dienst in Jordanien, Palästina und Marokko leisten. Es wurde organisiert von der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS). Es wurde unterstützt und begleitet durch das DJG-Vorstands-Mitglied Andreas Stechbart. Das Seminar bot in der Woche Raum für Austausch, Reflexion und hochkarätige Begegnungen.
Die Highlights der Woche
Ein besonderer Höhepunkt war das gemeinsame Frühstück mit dem deutschen Botschafter in Jordanien, Dr. Bertram von Moltke. In entspannter Atmosphäre konnten die Freiwilligen direkte Einblicke in die deutsch-jordanischen Beziehungen gewinnen und ihre Erfahrungen aus den Einsatzländern teilen.
Bei einer Exkursion zu Projekten der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), der BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe), der KFW und des Bereiches Entwicklungszusammenarbeit des BMZ lernten die Teilnehmenden die technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Wasserversorgung kennen. Jordanien gehört zu den wasserärmsten Ländern der Welt.
Der Austausch im Seminar zwischen den Freiwilligen aus Marokko, Palästina und Jordanien half dabei, regionale Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Freiwilligendienst besser zu verstehen.

Frühstück mit Botschafter von Moltke und weiteren Botschaftsmitgliedern

Auf der Staumauer des King Talal Damm - Wasserreservoir für landwirtschaftliche Bewässerung

An einem Brunnen in der Nähe des Zarqa Rivers
22. Januar / 12. Februar 2026
Royal Jordanian fliegt von und nach
Hamburg und München
Die Deutsch‑Jordanische Gesellschaft e.V. (DJG) war bei zwei bedeutenden Veranstaltungen
der Royal Jordanian Airlines vertreten, die den Ausbau der direkten Flugverbindungen zwischen Deutschland und Jordanien markieren.
Am 12. Februar 2026 nahmen Vorstandsmitglied Joseph Renetzeder als Vertreter der DJG sowie Ehrenpräsident Helmut Henseler am
feierlichen Get‑together der Royal Jordanian in München teil. Anlass war
die Wiedereröffnung der wichtigen Verbindung München – Amman, die künftig neue Impulse für Austausch, Tourismus und Wirtschaft setzen soll.
Bereits am 22. Januar 2026 vertrat Birgit Tesic‑Kurth, 1. Vizepräsidentin der DJG, die Gesellschaft in Hamburg zur offiziellen Eröffnung der neuen Linie Hamburg – Amman.
Unter den Gästen befanden sich hochrangige Persönlichkeiten wie CCO Karim Makhlouf, der jordanische Botschafter Fayiz Khouri, MUC‑CEO Jost Lammers sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und
Tourismus.
Sie alle nutzten die Gelegenheit, sich über die vielfältigen Chancen zu informieren, die Royal Jordanian mit ihren neuen und wiederaufgenommenen
Verbindungen bietet.
Die DJG freut sich über die Stärkung der direkten
Beziehungen zwischen Deutschland und Jordanien und sieht in den neuen
Flugverbindungen einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Austausch, Dialog und Partnerschaft.

Impressionen von den Veranstaltungen
2. Januar 2026
In Gedenken an Dr. Saleh Rusheidat
Am 2. Januar verstarb 80-jährig ein Freund der Deutsch-Jordanischen Gesellschaft
Dr. Saleh Rusheidat, der einer angesehenen jordanischen Familie aus Irbid entstammte,
studierte in den 70er Jahren Bauingenieurwesen an der Universität Leipzig. Er bekleidete früh Ministerämter in Jordanien u.a. als Jugend-, Wasser, Tourismus- und zuletzt als Transportminister. Danach nahm er leitende Funktionen in jordanischen Unternehmen u.a. in der Arab Potash Company und in den Universitäten des Landes ein.
Noch bevor er in den Jahren 2003 bis 2005 das Amt des jordanischen Botschafters in Berlin ausübte gründete er im Sommer 2002 nach jordanischem Vereinsrecht zusammen mit Ghazi Musharbash die Jordanisch-Deutsche Freundschaftsgesellschaft in Amman.
Sie bestand aus hochrangigen jordanischen Persönlichkeiten, die alle einen persönlichen oder geschäftlichen Bezug zu Deutschland hatten. Die Ziele der Vereinigung, die in einer Satzung festgelegt waren, ähneln denen der DJG: Das Brückenbauen zwischen beiden Völkern.
Dr. Saleh Rusheidat gehörte zu den aktivsten Botschaftern des Haschemitischen Königreichs in Deutschland. In diesen Jahren hat er sehr engen Kontakt zur DJG gehalten mit seinem damaligen Präsidenten Michael Kubenz. Vertreter der DJG und des
politisch-parlamentarischen Rates waren mehrfach Gast in seiner Berliner Residenz und in der Botschaft. Gleichzeitig fielen in diese Zeit so wichtige Ausstellungen wie die bedeutende Antiquitätenausstellung „Faces of he Orient“ in Berlin und Bonn sowie die Ausstellung „Bagdad- und Hedjazbahn“ in Nürnberg.
Nicht nur bei diesen Anlässen hat er als überaus eloquenter und würdevoller Vertreter des Haschemitischen Königreichs gewirkt. Nach seiner Rückkehr nach Amman waren seine Bemühungen zur Aufrechterhaltung der gegenseitigen Freundschaft weiterhin sehr stark. Jede Mitglieder- und Begegnungsreise der DJG nach Jordanien nahm er zum Anlass, entsprechende Treffen und Einladungen zu arrangieren. Insbesondere waren ihm die Pflege und Förderung des Jugendaustausches in den ersten Jahren ein großes Anliegen; viele Besuche in jordanischen Firmen und Institutionen wurden durch ihn ermöglicht. Im Jahre 2009 wurde Dr. Saleh Rusheidat vom König in das jordanische Oberhaus (Senat) berufen und hat sich auch dort als Sprecher einer Deutsch-Jordanischen
Initiative hervorgetan. Schließlich war er offizieller Gastredner zur Festveranstaltung
anlässlich des 50jährigen Gründungsjubiläums der DJG in Hannover. Dr. Saleh Rusheidat hat sich um die Deutsch-Jordanische Freundschaft sehr verdient gemacht. Wir als Deutsch-Jordanische Gesellschaft sind ihm zu großem Dank verpflichtet.

Dr. Saleh Rusheidat - verstorben 2. Januar 2026

Gastredner beim 50-jährigen Jubiläum der DJG
Die Aktivitäten der vergangenen Jahre finden Sie im Archiv.