27. April 2026

Partnerschaften im Wassersektor:

Deutsches entwicklungspolitisches Engagement in Jordanien - Rahmenbedingungen und Herausforderungen

Online-Panel



Die Deutsch-Jordanische Gesellschaft hat das Thema „Wasser“ zum Jahresthema 2026 erhoben. Jordanien gehört zu den wasserärmsten Ländern der Welt. Aber auch in Europa und eben auch in Deutschland werden die Wasserressourcen, wenn auch in weitaus geringerem Umfang als in Jordanien, knapp.

In der von der DJG veranstalteten Auftakt-Online-Veranstaltung haben Vertreter deutscher Stellen und Institutionen in Jordanien ihr Engagement in Jordanien vorgestellt.

Marius Rauh, Beauftragter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) leitete mit einem Überblick über die verschiedenen Wasserressourcen Jordaniens

und die Problemstellung des Klimawandels ein.

Nicolas von Kalm vom BMZ bekräftigte das langfristige Engagement Deutschlands für die

Unterstützung des jordanischen Wassersektors im Rahmen der umfassenderen bilateralen

Zusammenarbeit. Die Unterstützung des Wassersektors sei in Jordaniens Gesamtreformagenda

integriert, die politische, und wirtschaftliche Aspekte umfasst.

Rebecca Bahls vertrat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die seit 1959 in

Jordanien aktiv ist, präsentierte die Arbeit zur Grundwasserbewertung und die kritischen

Herausforderungen für Jordaniens Grundwasserressourcen. Sie machte deutlich,

dass die verbleibenden Grundwasserressourcen sorgfältig geschützt werden müssen. Eine ordnungsgemäße Abwasserbewirtschaftung sei entscheidend, um die Grundwasserverschmutzung zu verhindern. Angesichts des stetig steigenden Grundwasserbedarfs müssen alternative Wasserressourcen erschlossen werden.

Dr. Dominique Blümer präsentierte die Finanzierung von Projekten durch die KfW (Staatliche deutsche Förderbank) zur Erschließung alternativer Wasserressourcen und zur Reduzierung von

Wasserverlusten. Sie führte aus, dass das nationale Wassertransportsystem unerlässlich, aber sehr kostspielig und energieintensiv sei. Die Reduzierung von Wasserverlusten und der Ausbau der Abwasserwiederverwendung sind entscheidende. Mehrere Projekte arbeiten als integriertes System zur Sicherung der Wasserversorgung zusammen.

Trevor Surridge präsentierte die Arbeit der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) zur Verbesserung von Governance, Digitalisierung und Effizienz im jordanischen Wassersektor. Er führte aus, dass Digitalisierung und verbesserte Governance unerlässlich seien für eine Steigerung der Effizienz des Wassersektors. Die Integration von Wasser- und Energieplanung biete erhebliche Vorteile. Zwischen den deutschen Durchführungsorganisationen in Jordanien

bestünde eine enge Koordination. In der anschließenden allgemeinen Diskussion fand ein reger Austausch zwischen Referentinnen und Referenten und den zahlreichen Teilnehmenden aus der Mitgliedschaft der DJG und namhaften Institutionen, die sich mit dem Thema „Wasser“ beschäftigen, statt.

Im Verlauf des Jahres wird die DJG weitere Veranstaltungen und einen Fotowettbewerb lancieren. Wir werden dazu informieren.